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+ Anlagecoach für Vermögensaufbau aus Nagold

Unabhängige Finanzberater
sterben aus

In meiner Branche als unabhängiger Finanzberater gibt es immer wieder Veranstaltungen von großen Banken, zu denen auch ich eingeladen werde. Dort werden neue Produkte vorgestellt, Märkte beleuchtet und Anlageempfehlung durchgesprochen. Und was mir immer wieder auffällt: Ich bin mit Abstand der Jüngste. Ich würde sagen der Altersdurchschnitt liegt zwischen 50 und 70 Jahren. Das ist leider kein Einzelfall, da es die gesamte Finanzberater-Branche es leider verpasst hat junge Menschen auszubilden, die tatsächlich als freie Anlageberater tätig sind. Es gibt viele Institutionen, wie Banken, Vertriebsorganisationen oder ähnliche Gesellschaften, die zum Anlageberater ausbilden, die aber nicht unabhängig oder frei arbeiten, sondern am Ende dem Unternehmen verpflichtet sind.

Ich selbst hatte in einem solchen Unternehmen angefangen und meine Ausbildung absolviert und habe dieses Arbeitsverhältnis aus vielerlei Gründen direkt nach meiner Ausbildung aufgelöst, weil ich nicht zu 100 % im Sinne des Kunden und dessen Vermögensaufbau beraten konnte. Anbei die wichtigsten Punkte warum.

  1. Selbst wenn man gesagt bekommt, dass man individuell beraten kann, gibt es doch in fast allen Firmen einen internen Druck, die eigenen Produkte mehr zu bewerben und in jedes Portfolio mit einzubringen. Die Wahl, dies nicht zu tun, besteht zwar, wird allerdings nicht gerne gesehen und führt oft zu Unmut und sozialem Druck im Unternehmen. Nach genauem Durchleuchten der Produkte stellt sich auch oft heraus, dass die Kosten des Produkts oft überdurchschnittlich hoch sind um den eigenen Profit in der Firma zu steigern. Oder bestimmte Produkte werden erst gar nicht angeboten oder verkauft. Das bedeutet am Ende, dass es nicht kundenorientiert ist, sondern der Firma zugute kommt und damit nicht frei und unabhängig beraten werden kann.
  2. Wenn man in einem solchen Unternehmen arbeitet, ist es oft so, dass der eigene Bestand, also die Kunden die man akquiriert hat, nicht einem selbst gehören, sondern der Bank, Gesellschaft oder Firma, für die man tätig ist. Das bedeutet: Bei Ausscheiden oder Kündigung bekommt der Berater im besten Fall eine Ablösesumme oder ähnliches und im schlechtesten Fall nichts. Dies ist oft auch nicht im Sinne des Kunden, da dieser sich ja für diesen Berater entschieden hat und von ihm betreut werden will.
  3. Man ist in gewisser Weise immer einer Firmenpolitik oder einem Gebietsleiter unterstellt. Man arbeitet laut Vertrag frei, hat aber, wie bereits in Punkt eins beschrieben, immer einen gewissen Druck aus der Firma, sowohl was den Verkauf der Produkte angeht, als auch vorgegebene Strukturen einzuhalten. Dies geht leider auch nicht immer Hand in Hand mit den Interessen der Kunden einher.
  4. Die Provisionen und Gewinne für den Anlageberater sind oft wesentlich geschmälert, da ein Teil an die Firma geht, für die gearbeitet wird. Das kann im Austausch durch Wissen, Solidarität, Ausbildung oder ähnlichem abgegolten werden, welche von der Firma bereitgestellt werden. Allerdings führt dies auch dazu, dass der Anlageberater mehr verkaufen muss und/oder teurere Produkte verkaufen muss, um seine monatlichen Einnahmen, die er benötigt, zu haben.

Freie Anlageberatung 

Dies sind nur meine persönlichen Gründe und Beobachtungen, wieso ich eine Arbeit als unabhängiger Finanzberater und persönlichem Finanzcoach auf selbstständiger Basis bevorzuge. Der Kunde ist immer König und ich möchte meine Arbeit so ausführen können, dass ich im vollsten Interesse des Kunden beraten kann, absolut unabhängig und bedarfsgerecht. Dies steht für mich an erster Stelle und ist der Hauptgrund, warum ich für keine Firma in dieser Art und Weise mehr tätig bin und auch nicht mehr tätig sein werde.

Dies bringt allerdings auch viele Herausforderungen mit sich, die es zu bewältigen gibt, und es ist mit der Grund, warum es immer weniger freie beziehungsweise unabhängige Anlageberater gibt. Die Eigenverantwortlichkeit muss hier komplett übernommen werden und man ist selbstständig für alles verantwortlich. Man kann sich nicht mehr auf dem Wissen oder den Ausbildungen der Firma ausruhen, sondern ist selbst verpflichtet sich zu informieren, um am Ball zu bleiben. Dies mache ich, wie oben bereits beschrieben, sehr gerne für meine Kunden und bin sehr oft bei den angesprochenen Veranstaltungen von Großbanken und Investmenthäusern.

Leider scheint es immer mehr Menschen zu geben, die sich der Verantwortung nicht zugetragen fühlen, eine Selbstständigkeit zu führen, und den Kompromiss in Kauf nehmen, der damit einhergeht, in eine Firma zu gehen und sich dort einer Gemeinschaft anzuschließen. Ein weiterer Grund ist eine steigende Bürokratie und eine Beratungsprotokollierung, die immer umfangreicher wird und den Aufwand der damit ein hergeht.
In ein paar Jahrzehnten wird es daher kaum noch selbstständige und unabhängige Finanzberater geben, die vollkommen im Interesse des Kunden beraten und keine Firma oder Produkte für den Vermögensaufbau im Hintergrund haben, die sie anbieten oder verkaufen müssen.

Mit aus diesem Grund spiele ich mit dem Gedanken, langfristig neue unabhängige Finanzberater auszubilden, um die bereits jetzt geschaffene Lücke ein wenig zu verkleinern.

Es gibt Laut Miefig 2 (Richtlinien für Finanzinstrumente) ein paar Grundregeln, die ein unabhängigen Investment Berater definieren:

  1. … Eine „ausreichende Palette“ der auf dem Markt angebotenen Finanzinstrumente.
  2. …Die Finanzinstrumente hinreichend streuen hinsichtlich Art und Emittenten oder Anbieter. Das bedeutet, die Produktauswahl darf nicht auf selbst emittierte oder angebotene Finanzinstrumente begrenzt sein (oder auf Finanzinstrumente, deren Anbieter oder Emittent in enger rechtlicher oder wirtschaftlicher Verbindung zum Anlageberater steht, sodass die Unabhängigkeit der Beratung gefährdet werden könnte).
  3. Bei den Vergleichskriterien in seiner Beratung alle relevanten Aspekte wie Risiken, Kosten, Komplexität und Kundenstruktur berücksichtigen.
  4. … ein vollständiges Provisionsverbot für Gebühren, Provisionen und andere monetäre Vorteile von dritter Seite einhalten. Es dürfen keinerlei nicht-monetäre Zuwendungen von einem Dritten angenommen werden, der nicht Kunde dieser Dienstleistung ist.
  5. Ausnahme: Monetäre Zuwendungen dürfen dann angenommen werden, wenn das empfohlene Finanzinstrument oder ein in gleicher Weise geeignetes Finanzinstrument ohne Zuwendung nicht erhältlich ist. Diese Zuwendungen müssen dann „so schnell wie nach vernünftigem Ermessen möglich“ an den Kunden ausgekehrt werden.

Wenn ich also eine Anlageempfehlung als unabhängiger Finanzberater aussprechen darf, würde ich jedem, der Geld investieren möchte, einen unabhängigen Anlageberater empfehlen, der eine gewisse Finanzberater Erfahrung mitbringt, aber die 50 Jahre noch nicht überschritten hat. Denn der Berater soll ja im besten Fall sehr langfristig erhalten bleiben, um die Finanzen gut managen zu können.

Wenn du also Geld für die eigene finanzielle Freiheit und Vermögensaufbau anlegen willst und weißt nicht wie, dann würde ich dir empfehlen einen unabhängigen Finanzcoach zu finden, um dir eine Anlageempfehlung auszusprechen, die absolut in deinem Sinne gestaltet ist.
Und wenn du nicht weiter suchen willst, um deinen Finanzberater finden, dann schreib mich gerne an! Ich unterstütze dich als dein Finanzcoach und unabhängiger Anlageberater sehr gerne.

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